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Inklusion und Miteinander – in den Kulmbacher Kitas Waldwichtel und Pusteblume darf jedes Kind dazugehören

13.08.2026

Was braucht ein Kind, um Teil einer Gemeinschaft zu werden? Für Nicole Müller ist die Antwort darauf erstaunlich einfach: zunächst einmal die Chance, dabei sein zu dürfen. In ihren beiden Kulmbacher Kindertagesstätten Pusteblume und Waldwichtel gehören deshalb Kinder mit ganz unterschiedlichen Voraussetzungen selbstverständlich zur Gemeinschaft.

„Oft werden wir gefragt, warum wir Kinder mit körperlichen oder geistigen Einschränkungen einfach so aufnehmen“, erzählt Nicole. Ihre Gegenfrage: „Warum nicht?“

Denn für sie sollte nicht das Kind in bestehende Strukturen passen müssen. Vielmehr geht es darum, Rahmenbedingungen zu schaffen, die Teilhabe für alle ermöglichen.

Nicht die Einschränkung steht im Mittelpunkt

Wie unterschiedlich diese aussehen kann, haben Nicole Müller und ihre Teams in den vergangenen Jahren immer wieder erlebt. So besuchte etwa ein Kind die Waldwichtel, das nicht laufen konnte. In der Pusteblume wiederum wurde ein Kind betreut, das auf eine Sauerstoffversorgung angewiesen war und von einer Pflegefachkraft begleitet wurde.

Für Nicole kein Grund, eine Betreuung grundsätzlich auszuschließen. „Warum sollen sich Menschen mit Behinderungen dem Leben anpassen müssen?“, fragt sie. Viel wichtiger sei es, Strukturen so anzupassen, dass ein möglichst selbstverständliches Miteinander entstehen kann.

Dafür sind beide Einrichtungen personell breit aufgestellt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bringen Erfahrungen aus unterschiedlichen Bereichen mit, hinzu kommt ein sehr guter Betreuungsschlüssel. Auch Nicole erweitert ihre Expertise und steht kurz vor dem Abschluss einer Zusatzqualifikation zur Fachkraft für Autismus, Integration und Inklusion.

Wenn aus Unterstützung ein Gewinn für alle wird

Wie Inklusion den Kita-Alltag bereichern kann, zeigt sich besonders schön in der Pusteblume. Weil ein Kind Unterstützung bei der sprachlichen Kommunikation benötigt, begann die Einrichtung mit gebärdenunterstützter Kommunikation über das GuK-Kartensystem.

Seither wählen die Kinder regelmäßig eine „Gebärde der Woche“, lernen gemeinsam das dazugehörige Wort und die Bewegung und wenden diese im Alltag an. Auch die Eltern werden einbezogen. Was zunächst als Unterstützung für ein einzelnes Kind gedacht war, hilft heute der gesamten Gruppe – und soll deshalb dauerhaft Bestandteil des Kita-Alltags bleiben.

Auch an anderen Stellen wird auf unterschiedliche Bedürfnisse eingegangen: Ein Snoezelenraum bietet in der Pusteblume beispielsweise Möglichkeiten für Sinneserfahrungen und Rückzug. Gleichzeitig bleiben beide Einrichtungen miteinander verbunden. Bei gemeinsamen Festen und Feiern kommen die Kinder und Familien aus Pusteblume und Waldwichtel zusammen – und erleben Gemeinschaft über die eigene Kita hinaus.

Verschieden sein und trotzdem dazugehören

Für Nicole Müller liegt genau darin der eigentliche Wert von Inklusion. „Wir sehen in unseren beiden Einrichtungen glückliche Kinder mit Beeinträchtigungen, täglich deren Freude, dabei sein zu dürfen, aber auch die Entwicklung, die diese Kinder machen können, wenn man ihnen die Möglichkeit gibt.“

Davon profitieren alle. Kinder erleben von klein auf, dass Menschen unterschiedliche Voraussetzungen haben und manchmal unterschiedliche Unterstützung benötigen. Rücksichtnahme, Offenheit und Hilfsbereitschaft werden nicht theoretisch vermittelt, sondern im gemeinsamen Alltag gelebt.

So entstehen Freundschaften, Entwicklung und Zugehörigkeit – nicht obwohl Kinder verschieden sind, sondern weil Verschiedenheit ganz selbstverständlich sein darf.

Die Pusteblume kennenlernen

Gerade in der familiären Pusteblume sind aktuell noch Betreuungsplätze frei. Wer Nicole Müller, ihr Team und das Konzept persönlich kennenlernen möchte, hat dazu beim Schnuppertag am 14. September Gelegenheit.

Auch die Waldwichtel laden am 24. Oktober zum Tag der offenen Tür ein und geben interessierten Familien einen Einblick in den Alltag der Waldkita.

Denn in beiden Einrichtungen beginnt Inklusion nicht mit der Frage, was ein Kind nicht kann – sondern damit, was möglich wird, wenn es die Chance bekommt, einfach dazuzugehören.

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Weitere Informationen

Kindertagesstätten Pusteblume & Waldwichtel
Nicole Müller
Am Gartenfeld 13
95326 Kulmbach
09221/9489663

www.kindertagesstaette-pusteblume.com
www.kindertagesstaettewaldwichtelkulmbach.com


www.kindertagesstaette-pusteblume.com

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