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Einstellungssache – So sitzt der Fahrradhelm richtig

LebensArt²
05.04.2022

Saisonstart! Jetzt wird nicht nur das Fahrrad, sondern auch der Helm hervorgeholt – oder ein neuer gekauft. Doch nicht immer sitzt der Kopfschutz im Straßenverkehr auch richtig auf dem Kopf. Beim Sturz kann das schlimmstenfalls zu schweren Verletzungen führen. Dabei ist die passende Helmeinstellung gar nicht schwierig zu finden. Wir zeigen in wenigen Schritten, wie der Helm richtig sitzt.

Grundsätzlich muss der Helm zunächst einmal passen. Neben der richtigen Größe spielt auch die Form eine Rolle. Ein Helm sollte keine einzelnen Druckpunkte am Kopf haben, sondern möglichst großflächig aufliegen. Bei der Einstellung geht man dann Schritt für Schritt vor.

Der wichtigste Einstellschritt ist, den Helm gerade aufzusetzen. Ist er nach vorne geneigt, wird das Sichtfeld eingeschränkt und der Hinterkopf nicht geschützt. Ein zu tief nach hinten gezogener Helm gibt umgekehrt zu viel Stirn frei, was bei einem Sturz zu Gesichtsverletzungen führen kann. Zudem funktioniert bei einer Falscheinstellung das Belüftungssystem des Helmes nicht mehr ideal. Der Helm sitzt optimal, wenn er knapp über den Augenbrauen und dabei gerade auf dem Kopf liegt. 

Am Rad drehen

Sitzt der Helm gerade, geht es um den richtigen Halt. Nahezu jeder Helm hat einen Kopfring, der in der Größe variabel eingestellt werden kann. Meist geschieht dies durch Drehen an einem Verstellrädchen hinten am Helm. Der Helm sollte am Ende so fest sitzen, dass er beim Kopfschütteln nicht verrutscht – jedoch nicht so fest, dass er drückt. 

Anschließend müssen die seitlichen Gurte passend eingestellt werden. Durch einen Clip oder eine Lasche unter dem Ohr lassen sich bei den meisten Helmen die Längen der Y-förmigen Riemen verstellen. Der Clip sollte unterhalb und vor dem Ohr sitzen und die Bänder nicht am Ohr reiben.

Kinnriemen festziehen

Im letzten Schritt wird der Kinnriemen wieder gleichmäßig eingestellt und festgezogen. Zwischen Kinn und Riemen sollten ca. ein bis zwei Fingerbreit Abstand sein. So bleibt der Helm bei einem Sturz an Ort und Stelle, ohne die Luft abzuschnüren. Gleichzeitig kann der Riemen nicht über das Kinn rutschen. Ist der Kinnriemen auf die richtige Länge gebracht, wird die Überlänge mit einem Gummiring fixiert. So flattert das Band nicht herum oder schlägt während der Fahrt ins Gesicht.

Visier gegen Fahrtwind

Für Brillenträger ist es wichtig, dass der Helm nicht seitlich auf die Brillenbügel drückt. Das sollte bei der Einstellung berücksichtigt werden. Immer beliebter werden zudem Helme mit Visier – gerade bei E-Bikern. Das Visier schützt zusätzlich vor Fahrtwind und so vor tränenden Augen. Besonders Brillenträger schätzen das Visier, weil es die penibel geputzte Sehhilfe länger sauber hält. (pd-f/tg)