JAKAO by Lauensteiner – Herkunftsreise: Tansania – besonderer Kakao braucht manchmal neue Wege
Was, wenn Hilfe anders funktioniert?
Brian LoBue und Simran Bindra kannten die klassische Entwicklungsarbeit. Und sie waren unzufrieden damit. Statt Entscheidungen von oben zu treffen, stellten die beiden ehemaligen Entwicklungshelfer eine ziemlich einfache Frage: Was bringt den Menschen vor Ort unmittelbar etwas? Ihre Antwort: Wenn landwirtschaftliche Produkte besser bezahlt werden, profitieren davon auch diejenigen direkt, die sie anbauen.
Aus diesem Gedanken entstand 2013 in Tansania Kokoa Kamili. Heute arbeitet das Sozialunternehmen mit rund 1.500 bio-zertifizierten Kleinbauern zusammen – und genau von ihnen stammt der Kakao für die beiden JAKAO-Sorten des vierten Teils unserer Herkunftsreise.
Rund zwei Hektar und eine neue Perspektive
Schauplatz ist das Kilombero-Tal in der Region Morogoro. Die weite, von Flüssen durchzogene Ebene grenzt an die Udzungwa-Berge, die für ihre große Artenvielfalt bekannt sind. Die einzelnen Kakaofarmen sind mit durchschnittlich rund 1,9 Hektar klein, Kakao wird hier jedoch bereits seit Generationen angebaut.
Kokoa Kamili setzt genau bei diesem vorhandenen Wissen an. Die Bauern erhalten höhere Preise für ihren Kakao, werden geschult und können Setzlinge kostenlos oder gegen einen kleinen Unkostenbeitrag beziehen. Eine eigene Baumschule und zusätzliche Prämien sollen dabei helfen, Erträge und vor allem die Qualität der Bohnen weiter zu steigern.
Für uns ist das eine der Geschichten hinter JAKAO, die besonders gut zeigt, wie viel eigentlich passieren muss, bevor überhaupt die erste Kakaobohne im Frankenwald ankommt. Gute Schokolade beginnt eben nicht erst am Röster in Ludwigsstadt.
Von roten Beeren bis Aprikose
Und dass sich der Qualitätsanspruch lohnt, lässt sich durchaus schmecken. Der Trinitario-Kakao aus dem Kilombero-Tal wurde 2017 bei den Cacao of Excellence Awards unter die 18 besten Kakaos der Welt gewählt. Sein Profil verbindet cremig-weiche Karamellnoten mit roten Früchten, Beeren und Aprikose.
Bei JAKAO entstehen daraus zwei Tafeln mit unterschiedlichem Charakter. Die Tanzania 50 % Kokoa Kamili zeigt sich besonders cremig und milchig, während bei der Tanzania 75 % Kokoa Kamili Kakao und Karamell stärker in den Vordergrund rücken. Rote Beeren und Aprikose bleiben bei beiden Varianten Teil des Aromenspiels.
Thomas Luger, der Geschäftsführer der Lauenstein Confiserie bringt für uns auf den Punkt, was diese Herkunft besonders spannend macht:
„Bei Tansania geht es nicht nur um hervorragenden Kakao. Spannend ist auch die Idee dahinter: Qualität wird gezielt gefördert und eine bessere Qualität schafft wiederum neue Perspektiven für die Bauern. Davon profitieren am Ende beide Seiten.“
Der nächste Teil der Wertschöpfung beginnt im Frankenwald
Wenn die Bohnen fermentiert und getrocknet sind, verlassen sie Tansania und machen sich auf den Weg nach Ludwigsstadt. Erst hier übernimmt JAKAO. In der Fischbachsmühle wird jede Bohne kontrolliert und verlesen, anschließend geröstet, gebrochen und vermahlen. Es folgen Melangieren beziehungsweise Conchieren, Temperieren, Gießen, Kühlen und schließlich das Verpacken der fertigen Tafeln. Sämtliche Verarbeitungsschritte nach der Trocknung finden damit im Frankenwald statt.
So treffen bei JAKAO zwei Ansätze aufeinander, die erstaunlich gut zusammenpassen: In Tansania geht es darum, durch bessere Bedingungen die Qualität des Kakaos weiterzuentwickeln. In Ludwigsstadt darum, mit dieser Qualität so sorgfältig weiterzuarbeiten, dass sie in der fertigen Schokolade zur Geltung kommt.
Eine Station fehlt uns auf unserer JAKAO Herkunftsreise nach Mexiko, Peru, Nicaragua und Tansania noch. Zum Abschluss geht es nach Uganda – in eine Region, in der tropischer Regenwald und kleinstrukturierte Landwirtschaft unmittelbar aufeinandertreffen und der Kakao im Schatten einheimischer Bäume heranwächst.
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JAKAO by Lauensteiner
Confiserie Burg Lauenstein GmbH
Lauensteiner Strasse 41
96337 Ludwigsstadt