Erlebnisbericht: Kenia, Kilifi – Menschlichkeit, Business, Mut
Es war ein Anruf, der mich Ende 2024 völlig unerwartet erreichte. Am anderen Ende: Matilda Warigia aus Kenia. Eine Frau mit Vision – und einer Energie, die sich gefühlt durch nichts aufhalten lässt. Sie sprach von Tourismus, Immobilien, Schulprojekt, Volunteers, einer Bewegung namens „Keep Love Alive“ … Vieles klang groß. Vielleicht zu groß? Ich wollte es mit eigenen Augen sehen.
Am 15. November saß ich im Discovery Airlines-Flieger nach Mombasa. Kein fertiges Programm, kein Sicherheitsnetz – nur eine Einladung und meine unbändige Neugier. Was folgte, waren 15 Tage mitten in Matildas echtem Kenia-Leben.
Chaos und Gelassenheit
Die Ankunft: Mombasa überfordert mich. Löchrige Sandpisten, Verkehr kreuz und quer, Tuk Tuks und Mopeds einfach überall, dazu Linksverkehr – und mittendrin zum Glück Ronald, Matildas rechte Hand und umsichtiger Fahrer mit Augen überall.
Mein erstes Zuhause wird Matildas Bungalow in Kilifi County. Ich wohne im hübschen Gästezimmer, esse leidenschaftlich gerne landestypisch und auch mit Fingern, dusche „kenianisch“ mit einem Wasserschöpfer aus dem Eimer, weil die Pumpe defekt ist – und bin plötzlich nicht mehr Besucherin, sondern Teil ihrer Familie. Und Teil ihres Teams, denn natürlich bin ich auch neugierig auf ihren Alltag. Schließlich ist da das Reisebüro Tifanni Tours für Safaris und Ausflüge, die Immobilienagentur MyShell, der Tricci Shop & Design für afrikanische Mode und die Linzzi School. Alles vereint unter dem Dach der WesLUX Businessgroup.
Kilifi – Aufbruch mit Perspektive
Kilifi Town ist rund eine Stunde entfernt und das eigentliche Herz dieser Reise. „The Future of Kenia is in Kilifi“, lacht Matilda. Hier, an der Bofa Road, baut sie mit ihrer WesLUX Businessgroup ihr neues Office aus. Aus einem einstigen Kinderhaus-Areal entsteht Stück für Stück wieder ein Ort für Begegnung, Business, Ideen und Zukunft.
Was ich vorher kaum greifen konnte: „Keep Love Alive“ – Matildas Idee von einer Bewegung, die nicht aktiv mit Geld unterstützt, sondern mit Selbstbewusstsein, innerer Klarheit und dem Mut, ins Tun zu kommen. Die Botschaft ist so einfach wie kraftvoll: Wer spürt, was er gut kann, sich selbst vertraut und liebt, kann heutzutage auch in armen Verhältnissen sein Leben in die Hand nehmen. Junge Menschen wie Cee Jay, der sich mit Musik versucht, um sein Studium abzuschließen. Oder Brendah, die Jugendprojekte aufbaut und hier ihre Energie entdeckt hat. Hilfe zur Selbsthilfe formuliere ich es für mich, wohl wissend, dass mich „Keep Love Alive“ nicht mehr loslässt. Hier möchte ich unterstützen, dieser Ansatz muss weiter um die Welt gehen.
Ein Meer an Möglichkeiten
Das erste Mal barfuß am Strand und im Indischen Ozean: Warm wie die Badewanne. Saisonal bedingt durchzogen von Seegras – nicht störend, sondern Natur, wie sie ist. Dieser schier unendliche Strand mit vielfach unverbauter Küste ist so ein Juwel.
Ich bekomme Einblicke in touristisches und wirtschaftliches Potenzial: Golf & Real Estate in Vipingo Ridge, individuelle Hotel-Konzepte, Mombasa Island & Hafen mit proppenvollen Fähren, Immobilienprojekte, Wasini Island und seine Delfine oder der Besuch im heiligen Kaya-Wald, wo die Ureinwohner „Mama Matilda“ willkommen heißen … Unglaublich.
WesLUX Kenya mit „Keep Love Alive“ ist für mich ein leiser, sympathischer Aufbruch. Für Reisende, die mehr suchen als bloßen Strand-Urlaub. Für bedachte Investoren, die Chancen erkennen, bevor sie sichtbar werden. Und für Menschen, die verstehen, dass echter Wandel immer bei einem selbst beginnt.
Während Matilda ein Tourismusmeeting besuchte, nahm sich Tabitha vom Mnarani Beach Club alle Zeit und führte Ronald und mich durch das abwechslungsreiche Gelände. Kennt ihr das, wenn man sich sofort wohlfühlt und eigenlich gar nicht weiß warum? Das hier ist gelebte Gastfreundschaft – kein klassisches Urlaubshotel. Das Resort wartet mit allen Optionen für geschäftliche und private Events auf, die drinnen und draußen den Blick auf die wunderschöne Bucht schweifen lassen. Kein Wunder, dass hier auch gerne Hochzeiten gefeiert werden.
Für drei Nächte habe ich mich im Mnarani Beach Club „eingenistet“, um das Gesehene direkt zu fühlen. Mein Garden Room mit Blick auf die Kilifi Bridge war liebevoll in afrikanischer Farbenpracht und mit einem riesigen Bad ausgestattet. Vieles wurde hier modernisiert, ohne den entspannten Charakter zu verlieren.
Einfach offen für alle
Besonders schön: Der Mnarani Beach Club ist familien- und sportfreundlich und offen für alle. Auch ohne Übernachtung. Gäste kommen ins leckere Restaurant, zum Sport, geschäftlich oder einfach für ein paar Stunden an den Strand. Paddle Tennis, Fitness und die vielfältigen Wasser-Aktivitäten von 3 Degrees South bringen Bewegung in den Tag. Sie werden mit Partneruntenehmen angeboten. Auch einen Spa-Bereich gibt es.
Der Strand liegt geschützt in der Bucht und zeigt je nach Gezeiten ein anderes Gesicht. Mein persönliches Highlight war eine Katamaran-Schnupperfahrt mit Eba auf dem Creek. Mein erstes Mal auf einem Katamaran. Geht ganz schön ab!
Severin Sea Lodge – Bamburi Beach Mombasa
Vor Rückflug habe ich noch zwei Nächte in der Severin Sea Lodge verbracht, um dieses Haus bewusst zu erleben, denn es schreibt deutsche Geschichte, die ein kleines Museum vor Ort erzählt. Auch hier schaffen die nur zweigeschossigen, renovierten Lodges im landestypischen Stil eine besondere Atmosphäre. Der lange Sandstrand, eine Swing Bar mit Meerblick, die Poolbar, Beach- und Wassersport und täglich Live-Musik charakterisieren das hübsche Areal. Hier feierten wir am letzten Abend unser aller Kennenlernen und schwupps, war ich um 15 unvergessliche Tage und 700 Fotos reicher. Zeit für „Asante sana“ und bis bald wieder in Kenya.
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