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UPDATE – Riester 2027: Reform beschlossen – Was bedeutet das jetzt für die eigene Altersvorsorge? Abwarten oder handeln?

03.03.2026

Riester – Zwischen Reform und Verunsicherung

Riester – kaum ein Begriff in der Altersvorsorge wird so kontrovers diskutiert. Die einen halten die staatlich geförderte Vorsorgeform für unverzichtbar, andere für überholt. Und viele? Sind schlicht verunsichert. Sie haben vor Jahren einen Vertrag abgeschlossen, zahlen vielleicht noch ein – oder auch nicht – und wissen ehrlich gesagt nicht mehr genau, ob das alles noch zu ihrer heutigen Lebenssituation passt.

Mit dem inzwischen verabschiedeten Altersvorsorgereformgesetz steht fest: Zum 1. Januar 2027 tritt die neue Riester-Förderung in Kraft. Damit bekommt das Thema Altersvorsorge erneut viel Aufmerksamkeit. Die Reform bringt unter anderem mehr Flexibilität bei der Geldanlage, attraktivere steuerliche Möglichkeiten und eine flexiblere Auszahlphase mit sich.

Auf den ersten Blick ist das für viele eine klare Verbesserung. Doch wie so oft gilt auch hier: Ob die neue Förderung tatsächlich die bessere Wahl ist, hängt immer von der persönlichen Situation ab.

Was bedeutet die Riester-Reform konkret?

Genau darüber haben wir mit Heike Jurke von casa aurum gesprochen. Als unabhängige Maklerin begleitet sie Menschen in Finanz- und Versicherungsfragen – und erlebt in ihrer täglichen Beratungspraxis vor allem eines: Unsicherheit.

„Viele wissen gar nicht, ob ihr bestehender Vertrag noch sinnvoll ist“, sagt sie. „Und genauso viele sind durch die Berichterstattung der letzten Jahre so verunsichert, dass sie lieber gar nichts mehr machen.“ Für Heike ist das der kritischere Punkt. Denn wer aus Skepsis oder Überforderung komplett auf Vorsorge verzichtet, verschiebt ein Problem nur in die Zukunft.

Dabei lohnt durchaus ein genauer Blick. Während das neue Modell definitiv attraktiver ist, da es keinen Garantiezwang in den Produkten mehr gibt, chancenorientierte Anlagen auch in ETFs und eine viel flexiblere Auszahlungsgestaltung ermöglicht, so sollte doch jeder Altvertrag individuell angeschaut und geprüft werden. Denn durch vorschnelles Handeln verliert man möglicherweise hohe Garantien im Altvertrag oder löst neue Abschlusskosten aus. Das kann sich rechnen, kann aber auch fatal sein. Das kommt wie so oft darauf an … 

Riester ist kein Entweder-oder

Was uns im Gespräch besonders aufgefallen ist: Riester ist kein „gut“ oder „schlecht“. Es ist ein Baustein – und dieser muss zur jeweiligen Lebenssituation passen.

Es gibt verschiedene Varianten – vom klassischen Versicherungsvertrag über Fondslösungen bis hin zu Bausparmodellen – und jede bringt eigene Chancen und Grenzen mit sich. Hinzu kommt die Frage, wie viel Sicherheit jemand benötigt, welche familiären Verpflichtungen bestehen, wie sich das Einkommen entwickelt und welche Risikobereitschaft grundsätzlich vorhanden ist.

Warum regelmäßige Überprüfung so wichtig ist

In ihrer Beratung beginnt Heike Jurke deshalb nie mit einer Produktempfehlung, sondern mit einer Bestandsaufnahme. Wie gut läuft der bestehende Vertrag tatsächlich? Welche Rendite wurde bislang erzielt? Wurden die Beiträge regelmäßig angepasst? Hat sich die persönliche Situation – etwa durch Heirat, Kinder, Selbstständigkeit oder Gehaltsveränderungen – inzwischen verändert?

Gerade bei Riester ist eine regelmäßige Überprüfung entscheidend, da die bisherige Förderung vom Einkommen und der individuellen Konstellation abhängt. Wer hier nicht aktiv bleibt, verschenkt im Zweifel Potenzial. Das ändert sich auch beim neuen Riester nicht, auch wenn die neue Förderung nicht mehr einkommensabhängig ist. 

Nicht vorschnell handeln

Mit der beschlossenen Reform beginnen inzwischen viele Anbieter damit, ihre Kundinnen und Kunden anzusprechen und neue Produkte in Aussicht zu stellen. Verständlich, schließlich wird sich der Markt in den kommenden Monaten deutlich verändern.

Genau deshalb rät Heike Jurke jedoch zu Besonnenheit. Die konkreten Produkte und Kostenmodelle vieler Anbieter befinden sich derzeit noch in der Entwicklung. Erst wenn diese vorliegen, lässt sich seriös vergleichen, ob ein Wechsel oder eine Anpassung tatsächlich Vorteile bringt. Wer vorschnell handelt, riskiert unter Umständen unnötige Kosten oder verliert bestehende Vertragsvorteile.

Unabhängige Beratung statt Produktverkauf

Ein Vergleich, den wir im Gespräch besonders treffend fanden: Riester ist ein wenig wie ein Auto. Es reicht nicht, es einmal zu kaufen und anschließend einfach nur zu fahren. Ein Auto braucht regelmäßige Wartung, hin und wieder neue Verschleißteile – und irgendwann stellt sich vielleicht die Frage, ob ein neues Modell die bessere Wahl ist. Genauso verhält es sich mit der Altersvorsorge. Lebenssituationen ändern sich, gesetzliche Rahmenbedingungen ebenso. Deshalb lohnt es sich, bestehende Verträge regelmäßig zu überprüfen und nicht vorschnell zu entscheiden. Dabei hilft Heike als freie Maklerin.

Sie versteht ihre Arbeit nicht als einmalige Vermittlung, sondern als langfristige Begleitung. Beratung bedeutet für sie, in Kontakt zu bleiben, nachzufragen, Veränderungen aufzunehmen und gemeinsam zu prüfen, ob die gewählte Lösung weiterhin passt. Das unterscheidet unabhängige Makler von rein produktgebundenen Vertriebsstrukturen. Als freie Maklerin kann sie auf eine breite Palette unterschiedlicher Anbieter und Produktformen zugreifen – von klassischen Versicherungen über Investmentlösungen bis hin zu alternativen Vermögensbausteinen – und diese transparent gegenüberstellen. 

Und genau das ist beim Thema Altersvorsorge entscheidend. Denn Riester ist nur ein Baustein unter vielen. Für manche ist er sinnvoll, für andere ist vielleicht eine Kombination aus ETF-Sparplan, Versicherungslösung oder anderen Anlageformen passender. Die staatliche Förderung kann ein starker Hebel sei, sie ersetzt aber keine durchdachte Gesamtstrategie.

Ein Anlass zur ehrlichen Bestandsaufnahme

Was wir aus dem Gespräch mitnehmen: Die Reform 2027 ist aus unserer Sicht weniger eine reine Produktfrage als vielmehr ein Anlass zur Standortbestimmung.

Wer bereits einen Riester-Vertrag besitzt, sollte prüfen lassen, ob er noch zur aktuellen Lebensphase passt. Wer bisher gezögert hat, sollte sich informieren, welche Möglichkeiten bestehen – unter den aktuellen Bedingungen ebenso wie mit Blick auf die kommenden Änderungen.

Gerade hier kann eine unabhängige Einschätzung helfen. Eine Beratung, die nicht an einzelne Produkte gebunden ist, sondern die gesamte Situation betrachtet, schafft Klarheit. Genau diesen Ansatz verfolgt Heike Jurke mit casa aurum: erst analysieren, dann vergleichen – und nur dann entscheiden.

Vorsorge braucht Aufmerksamkeit

Altersvorsorge ist kein Thema, das man einmal mit 30 abschließt und dann abhakt. Sie begleitet uns durch verschiedene Lebensabschnitte und sollte sich mitentwickeln. In politisch und wirtschaftlich bewegten Zeiten ist es verständlich, skeptisch zu sein. Doch Nichtstun ist selten eine gute Strategie.

Unsere Empfehlung lautet deshalb: Nehmt Euch Zeit für eine ehrliche Bestandsaufnahme – und holt Euch unabhängige Beratung. Gerade jetzt ist es sinnvoll, die eigene Altersvorsorge gemeinsam mit einem erfahrenen Makler zu überprüfen und die kommenden Änderungen im Blick zu behalten. Welche Lösung am Ende die beste ist, lässt sich seriös beurteilen, sobald die neuen Produkte verfügbar und vergleichbar sind.

Denn Vorsorge ist – ähnlich wie Gesundheit – eine Frage der persönlichen Verantwortung. Wer sich frühzeitig informiert und nicht vorschnell entscheidet, schafft die besten Voraussetzungen für die eigene finanzielle Zukunft.

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Breslauer Straße 14
95369 Untersteinach


https://casa-aurum.de/

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